Gemeinsam für eine gesunde Zukunft von Kindern in Tansania

Thursday, July 23, 2026

Elisabeth Krainer

Die Hilfsorganisation Africa Amini Alama (AAA) wird von zwei österreichischen Ärztinnen geleitet, die seit 2009 im Maasai-Land im Norden von Tansania mehrere Grundschulen und weiterführende Schulen betreiben und für medizinische Versorgung sorgen. 

Gesundheit und Prävention sind wichtige Voraussetzungen für eine gute Zukunft. Dieses Projekt verbindet Gesundheitsbildung und Prävention an insgesamt sieben Schulen in Tansania und erreicht rund 2.000 Schülerinnen und Schüler. Ziel ist es, Kinder frühzeitig für Themen wie gesunde Ernährung, den sicheren Umgang mit Pestiziden, regenerative Landwirtschaft und allgemeine Gesundheitsvorsorge zu sensibilisieren. Das erworbene Wissen tragen die Schülerinnen und Schüler auch in ihre Familien und Gemeinden weiter und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung.

Der Handlungsbedarf ist groß: Immer häufiger kommt es zu Vergiftungen durch den unsachgemäßen Einsatz von Pestiziden. Gleichzeitig nehmen auch in ländlichen Regionen Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht deutlich zu.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, sind regelmäßige Unterrichtseinheiten in Permakultur und nachhaltigem Gemüseanbau geplant. Dabei lernen die Kinder, wie sie Gemüse gesund und nachhaltig anbauen und Heilpflanzen in einem „Home Medicinal Garden“ kultivieren können. Für die Umsetzung des Projekts wird ein Permakultur-Experte eingesetzt, der die Schulen regelmäßig besucht und den Schülerinnen und Schülern praxisnahes Wissen über nachhaltigen Gemüseanbau sowie den Anbau von Heilpflanzen vermittelt. 

Ergänzend besucht ein medizinisches Team die Schulen und informiert die Schülerinnen und Schüler über gesunde Ernährung, Mädchen- und Frauengesundheit, Zahnhygiene, Augengesundheit und sonstige wichtige Gesundheitsthemen und klären über Früherkennung und notwendige Behandlungen auf. Kinder, die während dieser Einsätze medizinische Unterstützung benötigen, werden anschließend zur Behandlung in die Klinik gebracht.

Durch die finanzielle Unterstützung des District Grants wird für ein Jahr der Permakultur-Experte (12 Monate x EUR 400 Gehalt und Transport = EUR 4.800) und die Unterrichtsstunden an den Schulen durch die medizinischen Outreach-Teams (2x/Jahr an 7 Schulen à EUR 200 = EUR 2.800) ermöglicht.

Das Projekt setzt bewusst auf Prävention statt Behandlung. Durch die Kombination aus Gesundheitsbildung, nachhaltiger Landwirtschaft und medizinischer Aufklärung werden Kinder frühzeitig für wichtige Gesundheitsthemen sensibilisiert. Und gleichzeitig profitieren auch ihre Familien und Gemeinden, da die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen weitergeben. So schafft das Projekt langfristig die Grundlage für eine gesündere und nachhaltigere Zukunft, ganz nach dem Grundsatz: Prävention ist der beste Schutz.