Die Hilfsorganisation Africa Amini Alama (AAA) wird
von zwei österreichischen Ärztinnen geleitet, die seit 2009 im Maasai-Land im
Norden von Tansania mehrere Grundschulen und weiterführende Schulen betreiben
und für medizinische Versorgung sorgen.
Gesundheit und Prävention sind wichtige
Voraussetzungen für eine gute Zukunft. Dieses Projekt verbindet
Gesundheitsbildung und Prävention an insgesamt sieben Schulen in Tansania und
erreicht rund 2.000 Schülerinnen und Schüler. Ziel ist es, Kinder frühzeitig
für Themen wie gesunde Ernährung, den sicheren Umgang mit Pestiziden,
regenerative Landwirtschaft und allgemeine Gesundheitsvorsorge zu
sensibilisieren. Das erworbene Wissen tragen die Schülerinnen und Schüler auch
in ihre Familien und Gemeinden weiter und leisten damit einen wichtigen Beitrag
zur Gesundheitsförderung.
Der Handlungsbedarf ist groß: Immer häufiger kommt
es zu Vergiftungen durch den unsachgemäßen Einsatz von Pestiziden. Gleichzeitig
nehmen auch in ländlichen Regionen Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes und
Übergewicht deutlich zu.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, sind
regelmäßige Unterrichtseinheiten in Permakultur und nachhaltigem Gemüseanbau
geplant. Dabei lernen die Kinder, wie sie Gemüse gesund und nachhaltig anbauen
und Heilpflanzen in einem „Home Medicinal Garden“ kultivieren können. Für die
Umsetzung des Projekts wird ein Permakultur-Experte eingesetzt, der die Schulen
regelmäßig besucht und den Schülerinnen und Schülern praxisnahes Wissen über
nachhaltigen Gemüseanbau sowie den Anbau von Heilpflanzen vermittelt.
Ergänzend besucht ein medizinisches Team die
Schulen und informiert die Schülerinnen und Schüler über gesunde Ernährung,
Mädchen- und Frauengesundheit, Zahnhygiene, Augengesundheit und sonstige
wichtige Gesundheitsthemen und klären über Früherkennung und notwendige
Behandlungen auf. Kinder, die während dieser Einsätze medizinische
Unterstützung benötigen, werden anschließend zur Behandlung in die Klinik
gebracht.
Durch die finanzielle Unterstützung des District
Grants wird für ein Jahr der Permakultur-Experte (12 Monate x EUR 400 Gehalt
und Transport = EUR 4.800) und die Unterrichtsstunden an den Schulen durch die
medizinischen Outreach-Teams (2x/Jahr an 7 Schulen à EUR 200 = EUR 2.800)
ermöglicht.
Das Projekt setzt bewusst auf Prävention statt
Behandlung. Durch die Kombination aus Gesundheitsbildung, nachhaltiger
Landwirtschaft und medizinischer Aufklärung werden Kinder frühzeitig für
wichtige Gesundheitsthemen sensibilisiert. Und gleichzeitig profitieren auch
ihre Familien und Gemeinden, da die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen
weitergeben. So schafft das Projekt langfristig die Grundlage für eine
gesündere und nachhaltigere Zukunft, ganz nach dem Grundsatz: Prävention ist
der beste Schutz.